Müssen Escort Damen Steuern bezahlen

Wie in jedem anderen Gewerbe auch, müssen die Damen im Escort ebenso Steuern bezahlen. Dennoch ist die Abwicklung in diesem Bereich äußerst kompliziert. Das fängt bereits dabei an, ob sich die Escort Damen nur beim Finanzamt oder auch beim Gewerbeamt anmelden müssen. Nach einem neuen Urteil vom Bundesfinanzhof gilt die Tätigkeit als gewerbesteuerpflichtig. Die meisten Gewerbeämter lehnen aber eine direkte Anmeldung ab. Für viele junge Damen, die in den Escort einsteigen wollen, ein wahres Verwirrspiel. Dennoch gilt: Auf jedes Honorar ist die Steuer zu entrichten. Das gilt natürlich auch für Geschenke (geldwerter Vorteil) wie teure Parfums und Kleider. Frauen, die bereits erfolgreich im Geschäft agieren, sollten daher immer einen Steuerberater konsultieren. Viele Finanzämter haben die Auflage, Escorts und Bordelle stärker zu kontrollieren

Kleinunternehmer oder mit MwSt.

Wer in diesem Bereich einsteigt, arbeitet in der Regel selbstständig. Die Escort Agentur selbst agiert nur als Vermittler und bekommt dafür zwischen 25 – 40 Prozent vom Honorar. Bewährt hat sich die einfache Anmeldung beim Finanzamt als Freiberuflerin mit genauer Tätigkeitsbezeichnung (Model, Hostess, Begleitung aber auch Service oder Dienstleistungen persönlicher und sachlicher Art). Schon nach 2 oder 3 Wochen liegt der steuerliche Erfassungsbogen im Briefkasten. Nun muss sich die angehende Escort Dame entscheiden, ob Sie MwSt. berechnen möchte oder nicht. Allerdings ist die Wahl nur dann gegeben, wenn nicht mehr als 17.500 Euro netto pro Jahr an Umsatz (= Kleinunternehmer nach § 19 Umsatzsteuergesetz) erzielt werden. Wird mehr geplant, muss auch beim Escort die MwSt. berechnet werden. Der Kunde merkt davon wenig, die Dame muss diesen Betrag jedoch immer pünktlich (meistens monatlich) abführen.

Für den Nachweis in der Buchhaltung reicht es in der Regel aus, wenn die Einnahmen einfach aufgeführt werden. Da erst in ein paar Jahren das Bargeld in der EU verschwinden soll, handelt es sich bis dahin meistens um Bargeschäfte. Eine Quittung wird ebenfalls nicht ausgestellt. In solchen Fällen reicht dann eine Protokollierung. Der Steuerberater sollte aber dennoch gefragt werden.

Ausgaben können abgesetzt werden

Dafür können die Escort Damen aber auch viele Ausgaben absetzen, von denen andere Frauen nur Träumen. Kosmetik, Schuhe, Kleidung kann unter Umständen abgezogen werden. Allerdings müssen diese nur für den Escort genutzt werden. Hier erweisen sich viele Finanzämter gelegentlich als schwierig. Aber auch dabei kann ein guter Steuerberater helfen und für ein entspanntes Umfeld sorgen.

Bild: Thomas Klauer  / pixelio.de